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Schokolade für den Regenwald

09 Jan
Schokolade für den Regenwald

Bei einem seiner letzten Einkäufe in einem Nordhäuser Supermarkt stieß nnz-Leser Bodo Schwarzberg auf die Schokoladenmarke Hachez mit ihrer Produktlinie „Wild Cocoa De AMAZONAS“. Er wurde bei dieser Bezeichnung aufmerksam und beschäftigte sich näher mit dem Hersteller und seinen Produkten…

Es gibt eine ganze Reihe von Besonderheiten, die das Unternehmen von anderen unterscheidet: So enthält dessen Schokolade keinerlei Fremdfette, sondern ausschließlich Kakaobutter. Und das ist auch ein Merkmal der regenwaldfreundlichen Firmenphilosophie: Als einer der wenigen Schokoladen-Produzenten setzt Hachez nicht auf die Fette auf der Basis der Ölpalme und von Soja, für deren Anbau vor allem in Indonesien, Malaysia und Brasilien bereits Millionen Hektar Regenwald gerodet wurden. Die Schokolade von Hachez ist damit eine Art Ur-Schokolade. Scholade pur also.

Eine weitere erstaunliche Entdeckung machte ich auf der Homepage von Hachez: Das Unternehmen setzt auf wilde und nicht auf in Farmen angebauten Kakao-Bäume. Das heißt, die Kakao-Bohnen, die an seinem Sitz in Bremen verarbeitet werden, müssen im Regenwald wie in den Pionierzeiten der Schokoladenherstellung aufwändig aufgespürt und teilweise bestiegen werden, um an die wertvollen Früchte zu gelangen. Kakao-Bohnen für Hachez sind also Kakaobohnen direkt aus dem Amazonas-Regenwald.

Schließlich gehört die seit 1890 bestehende Firma zu den ganz wenigen, die alle Produktionsschritte unter einem Dach vereinen. So vermeidet sie einen Großteil ökologisch schädlicher Transportwege auf Europas Autobahnen und kann ein Maximum an Qualitätskontrolle sichern.

Und schließlich: Wer die Produkte der Hachez-Linie „Wild Cocoa de Amazonas“ kauft, der unterstützt ganz konkret und nachprüfbar den Schutz eines Regenwaldgebietes. 10 Cent einer jeden verkauften Packung gehen an das „Regenwald-Institut“, das am Rio Madeira im Amazonas-Gebiet eine 5,7 km² messende Waldfläche erwirbt. Das Gebiet ist genau dokumentiert, die Verträge sind notariell beglaubigt und die Fläche ist im Internet einsehbar. Sie wird garantiert nicht den Kettensägen zum Opfer fallen. Einen Scheck über 20.000 Euro konnte der Schokoladenhersteller bereits an das Regenwald-Institut übergeben.

Ich selbst habe schon mehrfach eine Tafel der regenwaldfreundlichen Marke gekauft selbstverständlich mit 70% Kakao. Aber es gibt natürlich auch Produkte mit anderen Kakaoanteilen. Mögen andere Unternehmen Hachez folgen, damit dieses unschätzbare Erbe, die grüne Lunge der Erde Amazonas-Regenwald auch künftig erhalten bleibt. Hachez betreibt eine sehr informative Homepage, auf der die Einheit aus seinen Produkten und dem Regenwaldschutz plastisch wird – in Wort, Bild und Video.

www.hachez.de

Bodo Schwarzberg

via nnz-Forum: Schokolade für den Regenwald : 09.01.2012, 06.39 Uhr.

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Verfasst von - 9. Januar 2012 in CHOCOLATE NEWS

 

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