RSS

Der Schweizer Schoko-Riese legt zu

17 Jan
Der Schweizer Schoko-Riese legt zu

barry callebaut keystone

Der Schweizer Schokoladen-Gigant Barry Callebaut hat seine Verkauftszahlen im ersten Quartal um 8,3 Prozent gesteigert. Gleichzeitig sank jedoch der Umsatz.

Der weltgrösste Schokoladehersteller Barry Callebaut hat im ersten Quartal 2012/13 mengenmässig 8,3 Prozent mehr verkauft. Wie er am Mittwoch mitteilte, hielt der Umsatz dabei nicht Schritt. In Lokalwährungen sank er um 1,4 Prozent, in Franken um 0,6 Prozent.

Der Umsatz erreichte damit im Ende November 2012 abgeschlossenen ersten Quartal 1,25 Mrd. Franken. Grund für den Rückgang seien die gesunkenen Verkaufspreise für die eigenen Produkte Kakaobutter, -likör und -pulver, heisst es im Communiqué.

Mit den verkauften über 388’000 Tonnen und dem Umsatz zeigte sich das Unternehmen zufrieden; Barry Callebaut sei erneut deutlich stärker gewachsen als der Gesamtmarkt.

Wachstum auf allen Kontinenten

In Europa setzte Barry Callebaut 6,3 Prozent mehr seiner Produkte ab. Dabei war die Lust auf Süsses im krisengeschüttelten Südeuropa weiterhin gedämpft. In Westeuropa trieb die Sparte industrielle Produkte das Wachstum an. Im Gourmetgeschäft wuchsen alle Länder ausser Italien.

Die Getränkesparte wuchs ebenfalls wieder. Der Umsatz in der Region erreichte 624,6 Mio. Franken, in Lokalwährungen ein Plus von 2,4 und in Franken eines von 1,6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

Auf dem amerikanischen Kontinent erzielte Barry Callebaut bei der Menge erneut ein zweistelliges Wachstum von 14,7 Prozent. Der Umsatz stieg in Franken um 6,3 Prozent auf 300 Millionen. In lokalen Währungen resultierte ein Plus von 1,4 Prozent. In Nordamerika wuchsen sowohl Industrie- als auch Gourmetgeschäft zweistellig zu, Mexiko wuchs anhaltend stark.

In der Region Asien-Pazifik legte das Unternehmen mengenmässig um 17,5 Prozent zu. Geldmässig schlug sich das in einem Plus von 4,2 Prozent in Lokalwährungen auf 60,9 Mio. Fr. nieder. In Franken erreichte das Plus 8 Prozent. Besonders stark wuchsen China, Australien, Malaysia und Südkorea. In Indien und China nahm sowohl der Absatz lokaler als auch importierter Marken erheblich zu.

Das Segment globale Beschaffung und Kakao steigerte die Verkaufsmenge um 2,9 Prozent. Zustande kam das durch den Ausbau eigener Fabriken und die hohe interne Nachfrage nach Kakaopulver. Gleichzeitig schränkte diese Entwicklung den Verkauf an Dritte ein. Der Umsatz sank wegen niedrigerer Preise für Kakaozutaten in Franken umgerechnet um 13,1 Prozent auf 262,9 Millionen.

Schwellenländer im Visier

Im Ausblick zeigte sich Konzernchef Jürgen Steinemann zuversichtlich. Der Konzern werde die mittelfristigen Ziele erreichen.

Im Dezember gab Barry Callebaut die Übernahme der Kakaoprodukte-Sparte der Singapurer Petra Foods für 950 Mio. Dollar bekannt. Dadurch soll der Marktanteil der Gruppe in den Schwellenländern auf nahezu einen Drittel steigen. Barry Callebaut will dort vom wachsenden Appetit auf Schokolade, Glacé, Backwaren und Kakaogetränke profitieren.

Ende November verkaufte das Unternehmen eine Fabrik in Frankreich und vollendete damit seinen Rückzug aus dem Endverbrauchergeschäft. Dieser missglückte Ausflug dürfte gemäss Konzernschätzungen rund eine halbe Milliarde Franken gekostet haben. In der Türkei eröffnet Barry Callebaut im Spätsommer eine neue Fabrik und in Chile Anfang 2014.

Die Schweizer Börse reagierte kurz nach Eröffnung mit Abschlägen auf die Zahlen. Das für den Konzern wichtige Verkaufsvolumen stieg zwar, lag aber leicht unter den Schätzungen des Marktes. Der Umsatz verfehlte die Erwartungen deutlich. Die Barry-Callebaut-Aktie verlor in den ersten Handelsminuten 1,9 Prozent. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI lag 0,1 Prozent im Plus.

(sda)

Quelle:  http://www.20min.ch/finance/news/story/Der-Schweizer-Schoko-Riese-legt-zu-19935175

Advertisements
 
Kommentare deaktiviert für Der Schweizer Schoko-Riese legt zu

Verfasst von - 17. Januar 2013 in CHOCOLATE NEWS

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

 
%d Bloggern gefällt das: